Julia Kempf hat eine neue Aufgabe gefunden

Neues Aufgabenfeld für Julia Kempf

 

Arbeitsplatzwechsel in Zeiten von Corona möglich….

 

Mein Name ist Julia Kempf und ich wohne seit 2014 in Poppenhausen und gehöre zum ambulant begleiteten Wohnen „Leben und Arbeiten in Poppenhausen“.

Ich habe 8 Jahre im Seniorenheim St. Lioba in Fulda gearbeitet, das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jeden Morgen bin ich um 5:20 mit dem ersten Bus nach Fulda gefahren und dann vom Zentralbusbahnhof zu meinem Arbeitsplatz Richtung Frauenberg gelaufen…...Oh, das war manchmal ganz schön lang. Besonders im Winter. Manchmal habe ich mir am Bahnhof einen Milchkaffee gekauft und zum Aufwärmen unterwegs getrunken.

Dann kam Corona…und mir wurde im März von den Vorgesetzten von St. Lioba gesagt, ich solle ab sofort zu Hause bleiben. Es war ja der erste „Lock Down“.

In Poppenhausen haben wir dann alle gemeinsam für den Garten von antonius Aufträge abgearbeitet z. B Steckdosen beklebt, Flötentaschen zusammengepackt. Das war auch schön in der Gemeinschaft. Wir haben auch mittags gekocht und ich konnte da gut mithelfen. Wir hatten viel Spaß zusammen.

Wenig später habe ich allerdings ein Schreiben vom Seniorenheim Lioba bekommen und darin war meine Kündigung enthalten. Ich war ganz schön geschockt und auch sehr traurig. Vermutlich konnten sie mich nicht weiter beschäftigen, da durch Corona Personal gespart werden musste. Ich weiß den Grund aber eigentlich nicht so genau.

Steffi Müller-Gerst hat mich getröstet und zu mir gesagt: „wenn eine Tür zugeht-geht eine andere Tür auf“…und so war es ganz genau. Es ist nicht nur eine Tür aufgegangen, sondern ein großes Tor. Nach zwei Praktikumswochen in der Gastronomie, die mir nicht so gut gefallen haben, hat Steffi dann in Poppenhausen mit der Leiterin der Seniorentagesstätte Frau Charlotte Schwarz-Kaul gesprochen und gefragt, ob ich dort ein weiteres Praktikum machen kann. Zum großen Glück hat Frau Schwarz-Kaul gleich gesagt, ich könnte kommen und was noch viel wichtiger und schöner war, sie würden sich sogar sehr freuen, wenn ich komme und ein Praktikum machen würde.

Charlotte Schwarz-Kaul und Steffi Müller-Gerst haben dann gleich alles zusammen besprochen und geregelt. Die Beiden arbeiten sehr gut zusammen hier in Poppenhausen und sind gute Kolleginnen.

Die Arbeit in der Seniorentagesstätte hat mir sofort großen Spaß gemacht und irgendwie bin ich ja auch in der Altenpflege geübt und kenne die Arbeit. Das ganze Team von der Seniorentagesstätte hat mich sofort gut aufgenommen und ich habe mich total wohlgefühlt. Da hatte ich großes Glück und zwei Mitarbeiterinnen vom Team die Yvonne und die Konny kannte ich auch schon und das hat mir den Einstieg sehr leicht gemacht. Charlotte ist eine gute Chefin und erklärt mir immer ganz genau was ich machen soll.

Ab Oktober 2021 habe ich dann einen festen Arbeitsplatz bekommen.

Ich gehe jeden Tag von 10 Uhr bis 16:30 Uhr zur Arbeit. Ich habe es nun nicht mehr soweit zum Laufen und gehe 5 Minuten. Das ist sehr schön für mich und jeden Mittag bekomme ich ein gutes warmes Mittagessen. Die Gertrud kocht ganz wunderbar und mir schmeckt es immer.

Meine Arbeiten sind ganz verschieden. Wir haben ja eine Corona Pandemie und wir müssen den ganzen Arbeitstag einen Mund-Nasenschutz tragen und die Hände ganz häufig desinfizieren. Auch auf den Abstand müssen wir achten. Ich desinfiziere alle 3 Stunden die Handläufe, Türklinken, Tische und lüfte regelmäßig die Räume. Im Büro schreddere ich anfallende Papiere, wegen dem Datenschutz. Oft backe ich nachmittags Muffins und Kuchen für die ganze Seniorengemeinschaft. Ich bin eine gute Bäckerin und mein Kuchen schmeckt allen gut. Auch das Saubermachen der Toiletten ist meine Aufgabe. Ich passe auf die alten Menschen auf, damit sie nicht hinfallen und sich nicht verletzen.

Ich werde auch als „Postbotin hin und her“ eingesetzt und nehme die Post, die Steffi und Marcel für die Seniorentagesstätte von antonius mitbringen, mit in die Tagesstätte.

 

                                  

Ich bin sehr froh, dass ich einen solchen schönen Arbeitsplatz gefunden habe und freue mich jeden Tag auf meine Arbeit und die guten Kolleginnen im Team Seniorentagesstätte.

 

Man kann auch in Corona Zeiten viel Glück haben…

 

 

Julia Kempf und Steffi Müller-Gerst

 

Leben und Arbeiten in Poppenhausen